1. Damen: Ergebniskosmetik nach totalem Fehlstart

Mit ein wenig nervöser Anspannung fuhren wir am Samstag ins Oberbergische zum SSV Nümbrecht, wussten wir doch aus den Erfahrungen der letzten Saison gegen Strombach, dass Spiele mit Harz immer wieder eine Herausforderung für uns sind. Da wir vorher leider nicht entsprechend trainieren konnten, versuchten wir in einer ausnahmsweise langen Aufwärmphase uns an das Haftmittel zu gewöhnen.

Der Start ins Spiel verlief dann völlig daneben. Die ständig wechselnde Haftung des Balles und zu voreilige Torabschlüsse führten zu vielen Ballverlusten, so dass die Gastgeber sich durch Tempogegenstöße und ein schnelles Spiel zügig auf ein 6:0 absetzen konnten. Dieser Abstand konnte kurzzeitig bis zum 11:5 gehalten werden, doch mangels Bewegung und allgemeiner Verunsicherung im Angriff kam es zu weiteren Ballverlusten. Auch in der Abwehr war man zu passiv und ließ die Gegner immer wieder zu einfachen Toren kommen. Da half auch der Anpfiff der Trainerin Barbara Brkljacic während des Time-Outs nichts mehr, so dass zur Halbzeit ein sehr enttäuschendes und hoffnungsloses Ergebnis von 23:8 für die Gastgeber zu verzeichnen war.

Für die zweite Halbzeit gab es dann nur noch eine Ansage: Ergebniskorrektur! Dass ein Sieg außer Reichweite lag, stand außer Frage, doch schließlich wollte man sich nicht völlig unter Wert verkaufen. Zwar kamen die Gastgeber immer noch zu vielen Tempogegenstößen, doch endlich wurde in der Mülheimer Abwehr besser zugepackt. Dadurch schlichen sich nun auch immer mehr technische Fehler in das Spiel der Nümbrechter ein, sodass auch die Mülheimerinnen zu Tempogegenstößen kamen. Auch der Angriff wurde dynamischer, sodass am Ende immerhin 27 Tore zu Buche standen und man die zweite Halbzeit nur mit 5 Toren verlor, auch wenn ein Endspielstand von 47:27 absolut nicht der Vorstellung entsprach. Nun heißt es das Spiel abzuhaken und mit neuer Kraft in das Spiel gegen Bocklemünd beim Heimspieltag nächsten Sonntag zu gehen.

Zuletzt ein ganz großer Dank an Mümi fürs Einspringen im Tor, die – obwohl der Spielstand es nicht direkt zeigt – eine ganz starke Leistung gezeigt hat und ohne die es wohl noch ganz anders ausgesehen hätte.

Es spielten und trafen: Myriam Dyckhoff (Tor), Laura Bailly (4), Jennifer Datzert (4), Christine Evers (5), Christina Hamacher (2), Franziska Offermann (1), Sarah Savran (6), Anna Vössing (1), Karen Wilken (4)