2. Damen: Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde

Das letzte Spiel der Hinrunde blieb bis zur letzten Sekunde spannend. Gegen den unbekannten Gegner HSV Bocklemünd konnten die 2. Damen des MTV Köln am Samstagmittag einem Endergebnis von 19:19 noch einen Punkt mitnehmen

Erneut unterstützten Kerstin Müller, Katrin Steiner und Vera Straubel aus der 3. Damenmannschaft. Für sie war es nun jedoch das erste offizielle Spiel im festen Kader der 2. DamenAuch die Spielerinnen, die vergangene Woche krankheits- und verletzungsbedingt ausgesetzt haben, waren wieder einsatzbereit, womit die Heimmannschaft auf eine volle Bank setzen konnte. 

Beide Teams kamen zunächst nur schwer in den Spielfluss. So war das Spiel in den ersten Minuten überwiegend ein Abwehrspiel. Insgesamt verlief die erste Halbzeit ohne viel Zug zum Tor und unvorbereitete, überhastete Abschlüsse endeten zu oft in Fehlwürfen. Außerdem „haben wir in der ersten Halbzeit keine zweite Welle genutzt und waren generell zu langsam vorne“, so die Trainerin Larysa Heil. Zur Pause stand es 8:6 für den MTV.

In die zweite Halbzeit startete die Mannschaft motivierter und nahm mehr Tempo auf. Es wurden Torchancen genutzt und die Gegner konnten konsequent auf mindestens ein Tor Abstand gehalten werden. Die starke Leistung der gegnerischen Torhüterin führte allerdings dazu, dass insgesamt vier 7-Meter nicht verwandelt wurden. Auch die Abwehr war teilweise zu unkonzentriert, sodass der HSV in der letzten Minute mit 18:19 die Führung übernahm. Die Mittelspielerin Nicole Hingst provozierte im letzten Angriff der Gegner erfolgreich ein Stürmerfoul. Mit der schnellen Reaktion von Ellen Meinzinger hatten die 2. Damen in den letzten Spielsekunden noch einen Angriff. Durch die neue Regeländerung handelte es sich bei diesem Angriff sogar um die letzten 30 Sekunden, in denen bei einer besonders groben Regelwidrigkeit anstatt einer Roten Karte mit Bericht nun eine Rote Karte mit einem Strafwurf vergeben wird. Der Schiedsrichter überraschte mit der Durchführung dieser neuen Regelung und entschied sich, dem MTV noch einen 7-Meter, den sogenannten „Strafwurf“ zu gewähren. Da im Verlauf des Spiels bereits einige 7- Meter verworfen wurden, war die Anspannung in den letzten 2 Spielsekunden bei allen riesig. Glücklicherweise behielt Vera Straubel bei diesem letzten Wurf die Nerven und verhalf der Mannschaft so zum 19:19. Die Freude im Team war riesig und der Anreiz, das kommende Spiel gegen den 4. Platzierten Dünnwalder TV zu gewinnen, ebenso. Der Dünnwalder TV ist nur mit einem Punkt zwei Tabellenplätze in Führung, sodass das Heimspiel am kommenden Samstag ein Wichtiges wird, bei dem sich die Tabellenplatzierungen noch verschieben könnten. 

Es spielten und trafen: Annika Caspari(1), Larysa Heil, Nicole Hingst (3), Paula Maurer, Ellen Meinzinger (1), Kerstin Müller (1), Nicole Orschall (2), Nadine Rosenbaum, Ilka Schumacher, Vera Straubel (5), Katrin Steiner (6) und Lena Telohe