2. Herren: Unglückliches Scheitern in der Relegation

Vergangenes Wochenende war es soweit, unsere zweite Mannschaft traf auf den Viertplatzierten der Landesliga-A, die Spielgemeinschaft aus Olheim-Straßfeld. Viel hatte man sich vorgenommen, wollte man die über weite Strecken gute Saison doch noch mit dem unverhofften Aufstieg in der Relegation krönen.Mit dem Fanbus und ca. 50 mitgereisten Fans, die für ordentlich Stimmung in der Halle sorgten, legte man am Samstag um 16:00 Uhr gegen die Hausherren einen vernünftigen Start hin. Es gelang, sich über das gewohnt variable Spiel eine kleine Führung zu erarbeiten. Dennoch wurde auch schon in der Anfangsphase deutlich, dass man im Abschluss unglücklich und/oder unkonzentriert agierte, sodass der Torhüter der Gastgeber zum besten Spieler avancierte. Dennoch konnte man mit 2:0 leicht vorlegen. Olheim kam nun auch besser ins Spiel und konnte Mitte der ersten Halbzeit nicht nur ausgleichen, sondern selber in Führung gehen. Dies gelang hauptsächlich über das von der Heimmannschaft gezeigte Tempospiel, während die Unsrigen sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive zu unkonzentriert agierten. Hinten war man den berühmten Schritt zu langsam und auch vorne schaffte man es nicht mehr, die Abwehr in Bewegung zu bringen um sich gute Torchancen zu erarbeiten.

Mit Beginn der zweiten Hälfte brach unsere Mannschaft ein, in dieser Phase des Spiels waren die Gastgeber in allen Belangen überlegen. Zwischenzeitlich lag man mit 10 (20:10) Toren im Hintertreffen. Aber angetrieben von den mitgereisten Zuschauern bäumte sich unsere Zweite noch einmal auf und schaffte es, binnen weniger Minuten bis auf vier Tore (23:19) heran zu kommen. Die Mannschaft brachte sich jedoch selbst um ein besseres Resultat, spielte man nun in den letzten Minuten erneut eine schlechte Abwehr und verwarf vorne mehrere Hundertprozentige, so dass man selber kein Tor erzielen konnte, währen die SGO weitere viermal einnetzte.

Am Ende des Hinspiels stand also eine verdiente Niederlage mit einer deutlichen Hypothek von Acht Toren.

Man war sich einig, dass man im Hinspiel nur ein Bruchteil der möglichen Leistung gezeigt hatte und wollte im Rückspiel am Sonntagnachmittag im Herzen von Mülheim nochmals alle Kräfte mobilisieren, um doch noch das Wunder von Mülheim zu schaffen!

Motiviert startete unsere Zweite also am Sonntag um 16:30 Uhr in der Halle am Bergischen Ring in das Rückspiel. Schnell schaffte man es, angetrieben vom starken Marco Schmidt, der sein besten Spiel der Saison zeigte, sich über 4:2, 7:3 auf 11:5 abzusetzen. Zu dieser Zeit passte das Zusammenspiel zwischen Torhüter Till Buchholz, der bereits im Hinspiel stark hielt und im Rückspiel noch einen drauf setzte, und seinen Vorderleuten, außerdem spielte man schnell und konsequent die Angriffe aus. In die Halbzeit ging es dann mit einer 13:8-Führung, die alle Chancen offen hielt.

Die Gäste aus Olheim, welche ebenfalls einen beträchtlichen und lauten Teil der Zuschauer stellten, kämpften sich aber immer mehr in die Partie und verkürzten den Rückstand auf vier Tore. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit blieb es stets bei ca. 3-5 Toren Differenz. Dann gelang es den Gästen sogar, bis auf zwei Tore heranzukommen. Wer dachte, dass unsere Mannschaft nun aufgab, der hatte sich getäuscht. Mit den letzten Kräftereserven schaffte es unsere Zweite, durch schöne Tore aus dem Rückraum, und über Julian Sültrop am Kreis, die Führung erneut auszubauen und war 40 Sekunden vor Schluss mit sieben Toren vorne und in Ballbesitz. Ein Tor hätte aufgrund der mehr geworfenen Auswärtstore nun gereicht, um den direkten Vergleich zu gewinnen und doch noch in die Verbandsliga aufzusteigen. Leider fand der Ball allerdings nicht den Weg ins Tor, sodass die Gäste die letzten Sekunden unter frenetischem Jubel der mitgereisten Fans clever herunterspielen konnten.  

Bitter und denkbar knapp unterlag also unsere Zweite mit insgesamt nur einem Tor, dennoch honorierte das Heimpublikum die gezeigte Leistung mit stehenden Ovationen. Alle waren sich einig, dass man stolz auf die gezeigte Leistung sein konnte!

M-T-V 1850 !